Bahr sieht keine Fortschritte in Demenzforschung

In einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 9.10.2011 sagte der Bundesgesundheitsminister, die Medizin stelle in der Demenzforschung „leider keinen wesentlichen Fortschritt fest.“ Die Wahrscheinlichkeit, als Neunzigjähriger dement zu werden, habe vor dreißig Jahren so hoch gelegen wie heute, nämlich bei einem Drittel.
Das hält Forscher wie den Wissenschaftler Christian Haass von der Ludwig-Maximilians-Universität München nicht davon ab, erneut Versprechungen zu machen, die wissenschaftlich nicht haltbar sind. Er halte es für möglich, zitiert in die FAS, Menschen gegen Alzheimer zu impfen: “Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass wir bereits den richtigen Impfstoff in der Hand halten. Bei Erkrankten erzielen wir schon gute Ergebnisse”. Er sei optimistisch, so der Biologe, “dass wir den Entwicklungsprozess bald ohne Nebenwirkungen verhindern können“.
Fakt ist: Bis heute weiß niemand, was Alzheimer wirklich ist. Nicht einmal Spitzenexperten können das Leiden diagnostizieren. Und erst kürzlich erteilte der Alzheimer-Forscher Konrad Beyreuther der Aussicht auf eine Impfung eine Absage. “Ich glaube heute nicht mehr daran, dass eine Impfung funktionieren wird, sagte Beyreuther im Interview mit der Wirtschaftswoche. Auch wirksame Alzheimer-Medikamente seinen “in weiter Ferne”.
Wie Christian Haas im FAS-Interview dennoch behaupten kann „die Alzheimerforschung ist eine Erfolgsgeschichte“, bleibt sein Geheimnis. mehr

2 Kommentare zu Bahr sieht keine Fortschritte in Demenzforschung

Hallo Frau Stolze,

vielen Dank für Ihr wichtiges Buch. Ich arbeite selber im KNDD – und habe in meinem Weblog eine längere Rezension eingestellt. Ich hoffe, Ihr Buch kann ein weiteres Gegengewicht werden zur weit verbreiteten Angst- und Panikstimmung, die gerade alte Leute überkommt, aber auch und in besonderem Maße betroffene Angehörige, wenn sie sich mit dem Thema konfrontiert sehen.

http://blog.zettmann.de/2011/11/15/cornelia-stolze-vergiss-alzheimer/

Wie sehr die AlzheimerforschungsIndustrie versucht, den Ton anzugeben, habe ich auch erlebt in der Auseinandersetzung über die schlechte methodische Qualität der Studien, die eine vermeintliche Wirksamkeit der Cholinesterasehemmer belegen sollen:
http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/0,1518,312039,00.html

Beste Grüße.
TZ

zettmann am 16. November 2011 um 01:45

Daß der Arzt Rössler lieber Wirtschaftsminister macht und sein Nachfolger als Krankheits-Minister ein ?Ökonom wird, sagt doch schon fast alles.

Nach 20 Jahren intensiver Beschäftigung auf vielen Ebenen mit dem Thema Altersdemenz bin ich überzeugt, daß die gigantischen Profitmöglichkeiten die Hirne flächendeckend vernebeln.
Im Prinzip ist es doch ganz einfach: wir müssen die Ursache(n) klären und dann – soweit möglich – daran ansetzen.

Mit etwas Glück bin ich 1993 – also jetzt (2013) vor 2 Jahrzehnten – auf 2 mögliche bzw. wahrscheinliche ursächliche Faktoren gestoßen, nämlich die langsame Eisenspeicherung im Körper / Gehirn über Jahrzehnte und die chronische Neuroborreliose, die unter günstigen Lebensumständen über Jahrzehnte weitgehend symptomlos bleiben kann, um im Alter dann doch noch böse Schäden im “Oberstübchen” hervorzurufen.

Eisen läßt sich ganz einfach durch Aderlässe – heute sinnvollerweise meist Blutspenden – aus dem Körper schaffen (falls bereits zu viel Eisen in der Leber: mit einer Aderlaßserie beginnen, entsprechend der Lehrbuch-Therapie bei der erblichen Hämochromatose, übrigens häufigste Erbkrankheit – kaum bekannt…). Und die Zeckenborreliose im Gehirn ist zwar schwer dauerhaft zu heilen, aber durch das seit bald 1/2 Jahrhundert auf dem Markt befindliche – inzwischen spottbillige – “Alt-Antibiotikum” Doxycyclin unter Kontrolle zu bringen und zu halten. Das Risiko unerwünschter Wirkungen ist sowieso gering, läßt sich nach meiner langjährigen Erfahrung aber weitestgehend ausschalten, indem das Doxycyclin nur an wenigen Tagen alle 3-4 Wochen eingenommen wird.

Wird für Blutspenden eine “Aufwandsentschädigung” gezahlt (etwa an Uni-Kliniken), reicht die völlig aus, damit das erforderliche Doxycyclin zu bezahlen. Damit sind keine Millarden umzusetzen, schon gar nicht zu verdienen.

Ich widerspreche Minister Bahr: mit dem o.g. Ansatz ist das Demenzrisiko nach meiner Überzeugung drastisch zu vermindern. (Übrigens ist Bluthochdruck im mittleren Lebensalter ein ganz wesentlicher Demenz-Risikofaktor – und dagegen sind Aderlässe hochwirksam, mit lang anhaltender Wirkung. Das wurde über Jahrtausende erfolgreich praktiziert und ist durch moderne klinische Studien – u.a. auch aus Deutschland (etwa W.Zidek et al. bereits 1985 veröffentlicht) hinreichend belegt. Im Mittelalter sollen jüdische Ärzte diskutiert haben, ob man Männer schon mit 40 oder erst ab 50 Jahren prophylaktisch zur Ader lassen soll – der Ansatz ist also alles andere als neu.)

Nach langjähriger Recherche habe ich den bestimmten Eindruck, daß “die Politik” nicht wünscht, daß die Menschen noch älter werden als sowieso schon, und die Krankheitsindustrie (einschließlich “Forschungs-Mafia”) vermeidet es dementsprechend, die Ursachen bedeutsamer Störungen zu klären und daran anzusetzen.
Zusätzlich werden auch wichtige Informationen unterdrückt: warum etwa ist so gut wie nichts zu finden über die Tatsache, daß Goethe schon in jungen Jahren von C.W. Hufeland zur Ader gelassen wurde, und daß diese Praxis bei Goethe über Jahrzehnte bis in das hohe Alter weitergeführt wurde, das er erreichte, und zwar ohne Demenz, soweit mir bekannt ist?

Wer kennt heute noch Hufeland, der den Aderlaß nach 50 Jahren eigener ärztlicher Praxis für (mit) die wichtigste Therapie hielt – zweifellos mit sinnvoller Indikationsstellung (also nicht dumm, wie zeitweilig üblich).
S. Hahnemann dagegen hat heute weltweit ‘zig Millionen Anhänger, ja “Jünger”: er geiferte gegen den Aderlaß! Einer seiner Anhänger war der Medizin-Prof. E. Ernst, kürzlich im engl. Exeter emeritiert. Der hat zwar in den letzten Jahrzehnten unermüdlich gegen die Homöopathie gewettert (zu Recht!), nachdem er genügend Studien dazu gelesen hatte.

ABER – und nun kommt es!: gegen den Aderlaß hetzt E.Ernst seit Jahrzehnten mit schwachsinnigen “Argumenten”, die belegen / beweisen, daß er kein Wissenschaftler ist, sondern ein Propagandist. Bei der Homöopathie hat er jede neue Studie aufgenommen – beim Aderlaß dagegen selbst nach mehrfachen schriftlichen Hinweisen von mir auf klare Studien, die den Nutzen beweisen, geschwiegen und einfach weiter gegen Aderlässe gehetzt, in unerträglicher wissenschaftsfeindlicher Weise! (‘zig Mio Blutspenden pro Jahr beweisen, daß Aderlässe mit den Kriterien der Blutspendedienste nahezu ohne ernsthafte Risiken sind – laut E.Ernst aber “tödlich” / lebensgefährlich, der reine Schwachsinn! Das ist HETZE: cui bono?!?)

In einem Buch, das er gemeinsam mit dem Journalisten Singh veröffentlicht hat, wird behauptet, E.Ernst habe keine Beziehung zur Pharma-industrie (?gehabt): Ich habe drei Bücher von E.Ernst im Regal stehen, und aus allen dreien geht sonnenklar hervor, daß E.Ernst sehr wohl die Geschäfte der (jeweils zahlenden?) Pharma-Unternehmen betrieb. Jahrelang hat er eine Zeitschrift herausgegeben, die kaum etwas anderes gemacht hat, als Industrie-Werbung!

Fazit: Zumindest eine Gegenstrategie gegen Alterskrankheiten wie Demenz ist seit Jahrtausenden bekannt und bewährt (mit vernünftiger Indikation, von Galenus bis Hufeland, auch W.Zidek…), Beispiel Goethe. (Auch Hitler wurde von seinem Leibarzt Morell zur Ader gelassen, das nur am Rande – wer weiß, ob er nicht früher abgetreten wäre ohne Aderlässe?)
Die Hetzer dagegen sind Hahnemann und E.Ernst – und Minister Bahr sehe ich in der Reihe… (keine vernünftige / inhaltliche Antwort auf Anschreiben an ihn)…
“Armes Deutschland”!
H.J. Mensing (bisher ca. 100 Aderlässe bzw. Blutspenden – ich weiß genau, wovon ich rede…)

Heinz Joachim Mensing am 27. Juni 2013 um 20:13

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *