„Die Hirnforschung stilisiert sich hoch“

Im Interview mit dem Schweizer Tagesanzeiger äußert der Hirnforscher Felix Hasler deutliche Worte über seine eigene Zunft: Spärliche Forschungsergebnisse würden überverkauft, so der 47-jährige Liechtensteiner, der seit 2010 an der Berlin School of Mind and Brain der Humboldt-Universität in Berlin forscht. Von einer Revolution des Menschenbildes, wie es häufig heiße, könne keine Rede sein.

Anlass für das Interview ist Haslers neues Buch mit dem Titel «Neuromythologie – Eine Streitschrift gegen die Deutungsmacht der Hirnforschung», das im Oktober im Transcript-Verlag erschienen ist. Hauptgrund für sein Buch, so Hasler, seien „die nicht enden wollenden grossmundigen Versprechungen einiger Hirnforscher, die von den Medien bereitwillig verbreitet werden„. Die grossen Worte stünden „in drastischem Kontrast zu den vorhandenen neurowissenschaftlichen Daten.

Das erinnert stark an die zahlreichen falschen Versprechen und vermeintlichen Erfolgsmeldungen, auf die ich während meiner Recherchen für „Vergiss Alzheimer“ immer wieder gestoßen bin.

zum Interview

Felix Hasler über Neuromythologie auf youtube

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