„Frontal21″-Bericht: Fragwürdige Alzheimer-Medikamente

Mediziner und Hersteller wecken falsche Hoffnungen

Trinknahrung zur Vorbeugung von Alzheimer?
Das Ergebnis jahrzehntelanger Alzheimer-Forschung ist ernüchternd: „Heute gibt es keine einzige Studie, die wirklich sagt, wir haben den Durchbruch erreicht“, erklärt der Molekularbiologe Professor Konrad Beyreuther auf dem Neurologen-Kongress, dessen Mitschnitt „Frontal21″ zeigt. Dennoch locken Hersteller mit Versprechen, die Krankheit könne durch Einnahme ihrer Produkte einen milderen Verlauf nehmen oder die stationäre Einweisung verzögern. Hierzu gehört die Firma Nutrica. Als Sponsor hat sie auf dem Neurologenkongresses einen eigenen Stand und preist dort die Trinkkur „Souvenaid“ als „Therapie-Konzept bei Alzheimer im Frühstadium“ an. Auf die Frage, wie sich das Produkt positiv auf die Gedächtnisleistungen auswirkt, erklärt ein Verkaufsberater von Nutrica gegenüber dem ZDF-Reporter: „Es bremst den Verfall der Nerven (…). Die Synapsen werden nicht mehr so schnell abgebaut und die Nerven werden geschont.“ Arzneimittelexperten jedoch kritisieren, dass hierfür ausreichende wissenschaftliche Nachweise fehlen. zum TV-Beitrag

Das Ergebnis jahrzehntelanger Alzheimer-Forschung ist ernüchternd: „Heute gibt es keine einzige Studie, die wirklich sagt, wir haben den Durchbruch erreicht“, erklärt der Molekularbiologe Professor Konrad Beyreuther auf dem Neurologen-Kongress, dessen Mitschnitt „Frontal21″ zeigt. Dennoch locken Hersteller mit Versprechen, die Krankheit könne durch Einnahme ihrer Produkte einen milderen Verlauf nehmen oder die stationäre Einweisung verzögern. Hierzu gehört die Firma Nutrica. Als Sponsor hat sie auf dem Neurologenkongresses einen eigenen Stand und preist dort die Trinkkur „Souvenaid“ als „Therapie-Konzept bei Alzheimer im Frühstadium“ an. Auf die Frage, wie sich das Produkt positiv auf die Gedächtnisleistungen auswirkt, erklärt ein Verkaufsberater von Nutrica gegenüber dem ZDF-Reporter: „Es bremst den Verfall der Nerven (…). Die Synapsen werden nicht mehr so schnell abgebaut und die Nerven werden geschont.“ Arzneimittelexperten jedoch kritisieren, dass hierfür ausreichende wissenschaftliche Nachweise fehlen. zum TV-Beitrag

Alzheimer-Pflaster: Wirksamkeit fraglich, Nebenwirkung möglich
Auch das Alzheimer-Pflaster „Exelon“ der Firma Novartis mit dem Wirkstoff Rivastigmin stößt bei Experten auf Kritik. Laut Herstellerangaben soll es den Krankheitsverlauf verlangsamen und helfen, die geistige Leistungsfähigkeit der Patienten länger aufrecht zu erhalten. Wissenschaftler am Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), die das Pflaster unter die Lupe nahmen, konnten die positiven Effekte nicht bestätigen – „weder für die kognitiven noch für die alltagspraktischen Fähigkeiten“, wie es in einer Stellungnahme gegenüber „Frontal21″ heißt. Allerdings wurde festgestellt, dass das Pflaster Nebenwirkungen hat und zu Hautirritationen, Erbrechen und Durchfall führen könnten. In dem Versprechen, dass Alzheimer-Pflaster die Lebensqualität verbessern oder sogar die stationäre Pflege hinauszögern, sieht Dr. Stefan Lange, Arzt und Epidemiologe am IQWiG, nicht mehr als ein „kühne Behauptung“. Gegenüber „Frontal21″ erklärt er: „Dazu konnten wir weder harte wissenschaftliche Belege, noch irgendwelche Anhaltspunkte oder Hinweise finden.“

Quelle: T-Online.de

Ein Kommentar zu „Frontal21″-Bericht: Fragwürdige Alzheimer-Medikamente

Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein „Alzheimer-Pflaster“ den betroffenen eine große Hilfe ist, da sich die Demenz bei jedem anders entwickelt und gestaltet…

Teresa Haunss am 5. August 2014 um 08:00

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