TV-Tipp: „hart aber fair“ zum Thema Alzheimer, 14.Oktober 2013, 21:45 h

Thema: „Diagnose Alzheimer: Mildes Wegdämmern oder Absturz ins Dunkel?

Es diskutieren:

Dr. Oliver Peters (Oberarzt Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Charite Berlin; leitet die "Gedächtnissprechstunde" für Demenzkranke 
und forscht an einer wirksamen Therapie gegen Alzheimer)
Cornelia Stolze (Diplom-Biologin und Wissenschaftsjournalistin, 
Buchautorin "Vergiss Alzheimer! - die Wahrheit über eine Krankheit, 
die keine ist")
Werner Hansch (Sportreporter, enger Freund des demenzkranken Rudi 
Assauer)
Lisa Fitz (Kabarettistin, ihre Mutter leidet an Demenz)
David Sieveking (Dokumentarfilmer, hat den Film "Vergiss mein nicht" 
über seine demenzkranke Mutter gedreht) 

 

3 Kommentare zu TV-Tipp: „hart aber fair“ zum Thema Alzheimer, 14.Oktober 2013, 21:45 h

Ihre These ist sehr interessant. Es gibt ja auch die Behauptung, dass Aluminium ein Faktor sein soll, der Alzheimer begünstigt. Auf der anderen Seite sagen kritische Mediziner aber auch – wie Sie, dass falsche Ernährung und Bewegungsmangel (Prävention lt. Jörg Blech:Sauersstoffüberflutung des Gehirns durch Ausdauersport) Demenz begünstigen. Werde mir Ihr Buch mal besorgen.

An einer med.(randomisierten, Dubble-Blind-multizentrischen) Studie über die Wirksamkeit einer Kombinationstherapie von Interferon und Ribavirin zur Eleminierung von Hepatitis-C-Viren habe ich 1999 teilgenommen. Kurze Zeit später hatte ich allerdings einen Relaps. Danach liefen Studien zu Hep C über diverse Kombinationen mit Proteasinhibitoren, Hochdosisinterferon, Langzeittherapien und mit anderen Mitteln. Standard ist dezeit noch die Triple-Therpie mit IF/Ribavirin und Boceprevier bzw. Telaprevier und ihren stark unangenehmen Nebenwirkungen, die eine engmaschige med. Betreuung erfordern. Die Forschungsergebnisse einer interferonfreien Therapie mit Ribavirin und dem Proteasehemmer Faldaprevier sind mit Abschluss der Phase 3 voraussichtlich 2014 marktreif. Bei einer Heilungsquote von 90 % wird Faldaprevier als Blockbuster vorab promotet.

Über regelmäßig stattfindende sogenannte Lebertage in vielen großen Städten wird für die neuen Medis frisches „Patientengut“ generiert. Da ich damals noch Privatpatient war und weiß, was so eine Therapie kostet, dürften Hep C und B für Gastroenterologen und Hepatologen so etwas wie die Lizenz zum Geldscheindrucken darstellen.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie Montagabend ausreichend zu Wort kommen, denn Plasberg mag keine Nonkonformisten. Seine Liebslingsgäste sind eher vom Schlage eines hemdsärmeligen Werner Hansch.

gerhard k. am 12. Oktober 2013 um 18:53

Vielen Dank für Ihre Sicht der Dinge in Bezug auf Alzheimer. Ich bin Physiotherapeutin und arbeite auch viel mit dementen Menschen. Mit den neuen Erkenntnissen werde ich in Zukunft dtl mehr die Diagnose Alzheimer hinterfragen als bisher.

Alexandra Wegner am 15. Oktober 2013 um 13:24

Ich freue mich über Menschen, die den Mut haben Dinge öffentlich kritisch zu hinterfragen und nicht alles als wahr akzeptieren. Ich bin freiberufliche Dozentin in der Fachrichtung Demenz und berate zahlreiche Angehörige in meiner Demenzwerkstatt – aber ich bin gegenüber den Medikamenten bei Demenz und den Versprechungen über deren Wirksamkeit sehr kritisch eingestellt. Glaube versetzt Berge und hier wird oft die Angst und die Ohnmacht der Angehörigen ausgenutzt. Für alles eine Pille…und das Problem ist gelöst – wie arm….
Durch viele Berichte wurde nur Angst und Panik unter den Betroffenen und ihren Angehörigen geschürt. Das ist völlig kontraproduktiv!

Birgit Mai am 15. Oktober 2013 um 15:32

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